Was ist Yoga?

Die Praxis und Philosophie des Yoga existiert bereits seit über 3500 Jahren und ist ein sehr effektiver Weg Kraft aufzubauen und Beweglicher zu werden. Wir trainieren unsere Balance, Ausdauer und arbeiten aktiv gegen Haltungsschäden. Doch Yoga Praxis ist nicht nur eine Bewegungsform, sondern sieht den Menschen ganzheitlich und bringt Körper mit Geist und Seele in Balance.

Yoga Praxis kann uns unter anderem helfen Stress abzubauen, sich und seine Umwelt positiver wahrzunehmen, körperlich fit zu sein, uns von Schmerzen (z.b. Rückenschmerzen) zu befreien, die Selbstwahrnehmung zu schulen, Energie zu tanken und innerlich zur Ruhe zu kommen – also quasi ein Werkzeugkasten gegen Stress und für Gelassenheit und körperliches sowie geistiges Wohlbefinden.

Was ist Yoga im Vergleich zu anderen Bewegungsformen?

Yoga unterscheidet sich von Gymnastik, Turnen, Dehnen und den meisten anderen Sportarten durch das Trainieren von gezielten Atemübungen (Pranayama), die Konzentration ganz auf uns selbst (Pratyahara) und das zur Ruhe Bringen unserer Gedanken (Meditation). Die Yoga Praxis ist nicht nur ein körperliches Training, sondern kann sich zu einer persönlichen Lebenseinstellung entwickeln.

Yoga in der Praxis

Im Yoga-Kurs verbinden wir die Bewegungen (Asanas) fließend mit unserer Atmung. Mit gezielten Yoga-Atemtechniken können wir unsere Atemmuskulatur trainieren, um mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Während der Asanas (Yoga-Übungen) konzentrieren wir uns ganz auf uns selbst und den gegenwärtigen Moment. Wir versuchen uns, während der Praxis nicht mit der Vergangenheit und auch nicht mit der Zukunft zu beschäftigen und können dadurch in einen meditativen Zustand gelangen. Diese und weitere Meditationstechniken helfen uns dabei, unsere oft wild umher eilenden Gedanken zur Ruhe zu bringen. Yoga lehrt uns gelassener zu werden und zu entspannen – eine Fähigkeit, die vielen von uns schwer fällt.

Die Asanas (Übungen im Yoga) kräftigen und Dehnen unsere Muskulatur. Unsere Haltung, Balance und Koordinationsfähigkeit verbessert sich. Verspannte Muskulatur und verklebte Faszien werden gelockert bzw. beugt das Training der Asanas Verspannungen und daraus resultierenden Schmerzen vor. Yoga ist eine Form des Faszientrainings.

Während jeder Praxis beachten wir die individuellen Bedürfnisse unseres Körpers und Geistes an diesem Tag. Mal möchten mir uns mehr fordern, mal ohne Druck einfach entspannen. Es gibt nie ein „Muss“, sondern nur das, was uns in diesem Moment gut tut.

Mit der Zeit können wir einen bewussteren Zugang zu unserem Körper finden und lernen diesen besser kennen. Wir können unsere Grenzen erkennen, diese erkunden und vielleicht mit Training und Kraft des Willens eines Tages überschreiten. Das ist nicht nur ein wunderbares Gefühlt, sondern gibt uns auch ein ganz neues Selbstbewusstsein.

Voraussetzungen für Yoga

Yoga kann in jeden Alter und bei jeden Konditionslevel begonnen und praktiziert werden. Es sind keine Vorerfahrungen oder besonderen körperlichen Voraussetzungen nötig. Wir verstehen Yoga nicht als ein Ziel, dass es irgendwann zu erreichen gilt, sondern als persönlichen Weg jedes Einzelnen, der uns ein Leben lang begleiten kann. Es ist ein Weg sich körperlich, persönlich, seelisch und geistig zu entwickeln – im eigenem persönlichen Tempo und ohne Bewertung.

Yoga als Basis für Sport und Leben

Das Training und die Erfahrungen aus der Yoga-Praxis helfen uns auch bei anderen Sportarten in denen Kraft, Beweglichkeit, Balance und Konzentration gefordert sind (da fällt uns doch ganz spontan unter anderem Luftakrobatik und Tanz ein…). Darüber hinaus wird es dem ein oder anderen vielleicht auch in ganzen anderen Lebenssituationen unterstützen. Dort wo wir auf Stress oder Grenzen stoßen oder uns selbst reflektieren müssen.

Wir wünschen Euch ganz viel Freude mit Yoga!